Präsident rief dazu auf, den Frieden zu verteidigen

Informe Pastrán, 30. April 2018

Vor Tausenden Anhängern der Sandinistischen Front, die am 29. April 2018 nach Managua kamen, um den Gewaltprotesten mit tragischen Folgen an Toten und Verletzten Einhalt zu gebieten, verpflichtete sich Präsident Daniel Ortega, den Frieden und die Stabilität Nicaraguas unter allen Umständen zu verteidigen.

Zu Beginn seiner Rede ehrte Ortega den Mitbegründer der FSLN Comandante Tomas Borge anlässlich seines 6. Todestages und den Internationalen Tag der Arbeiter. Im weiteren Verlauf sagte er: "Nicaragua hat den Frieden inmitten tiefer Schmerzen wieder errungen. Mehr als 50.000 Tote kostete dem Land der Krieg, der uns, vor allem der Jugend, von den Interventen aufgezwungen wurde. Nach und nach haben wir mit Freude und Solidarität den Frieden wieder konsolidiert…"

"Leider sind es die Gleichen, die früher den Krieg anzettelten und heute erneut zur Gewalt greifen - inmitten der Opfer der Gewalt. Wir haben die Gewaltakte, bei denen Menschen starben, gesehen und verurteilt. Und erneut reißen die Säer des Hasses eine tiefe Wunde ins Herz des Vaterlandes und das Vaterland ist voller Schmerz."

Ortega meinte, dass die Ereignisse nicht Wenige trafen und bat, eine Schweigeminute für die Menschen einzulegen, die ihr Leben bei den Protesten verloren haben. Er solidarisierte sich mit den Familien der Verstorbenen. "Aber vor allem verpflichten wir uns ein weiteres Mal, dass die Gewalt sich nicht wieder in Nicaragua einnistet." Gleichermaßen würdigte er die Arbeit in den Gesundheitseinrichtungen, den Not-Aufnahmestellen und den Solidaritätsstützpunkten, die von der Sandinistischen Jugend betreut werden.

"Die Verteidigung des Friedens ist kein Schritt zurück. Wir wollen, dass die Bauern weiterhin ihren Boden bestellen, wie sie es in den vielen Jahren des Friedens, der Stabilität und Sicherheit tun konnten, um die Versorgung aller Nicaraguaner zu gewährleisten. Wir wollen, dass die Arbeiter ungehindert in ihre Betriebe gehen können und sie damit ihr Familienbudget verbessern können und kein Risiko um ihren Arbeitsplatz eingehen müssen. Wenn diese Art der Gewalt weiterhin auf die Straßen gebracht wird, dann gefährdet das die Arbeitsplätze von Tausenden Nicaraguanern…"

"Gott sei Dank haben wir es geschafft, wieder Ruhe und Ordnung zu erlangen. Viel wird von der Einrichtung eines Dialogs abhängen, um sich mit den Themen der sozialen Gerechtigkeit, der Wirtschaft und der Sicherheit der Nicaraguaner zu befassen. Diese Themen müssen gerecht in Relation mit den verurteilungswerten Fakten betrachtet werden, die sie erzeugten."

"Diese Angelegenheiten müssen untersucht werden, damit die Schuldigen gefunden werden können. Nicht um sie mit Hass zu bewerfen, um mit dem Messer in der Hand auf sie loszugehen, sondern damit sie ein für alle Male verstehen, dass das echte Nicaragua bereits den Weg des Friedens, der Stabilität und der Sicherheit gewählt hat."

Ortega anerkannte die Anstrengung, die Kardinal Leopoldo Brenes und die Bischöfe der Bischofskonferenz unternahmen, um diesen Dialogprozess, diesen Dialog für den Frieden zu unterstützen. "Der Frieden ist das große Ziel. Wir sind in jeder Lage, die sich bietet, selbst in Situationen, die auftreten können, verantwortungsvoll zu handeln, denn sie (die Gegner) können den Dialog boykottieren… Die Familien, die Bauern, die Arbeiter, die Bevölkerung, die Jugend, die Frauen - sie alle führen den Kampf, um den Frieden zu verteidigen."

Ortega bat die anwesenden Massen, die Hände zu erheben und sich vor allen, die in den verschiedenen Fehden, die das Vaterland erlebte, gefallen sind, vor den Tausenden Opfern und Toten, vor den Studenten, Polizisten und Arbeitern, die bei den jüngsten Ereignissen ihr Leben verloren haben zu verpflichten: "Nein zum Tod! Nein zur Zerstörung! Nein zur Gewalt! Nein zur Barbarei! Ja zum Leben! Ja zum Dialog! Ja zur Arbeit! Ja zum Frieden!"

Tausende Sandinisten, erhoben die rotschwarzen und blauweißen Fahnen und sprachen sich für den nationalen Dialog aus, zu dem die Regierung aufgerufen hatte. Die Sympathisanten riefen: "Daniel! Daniel!"

Ortega erschien um 15:45 Uhr auf dem Platz der Siege an der Straße nach Masaya. Er ging grüßend an den Sympathisanten seiner Partei vorbei und gab einigen von ihnen die Hand. Dann bestieg er ein Podium und aus den Lautsprechern ertönten Lieder, die den Frieden, die Arbeit und die Versöhnung besangen.

Der Staatschef wurde vom Ex-Comandante und Mitglied der historischen Nationalleitung der FSLN Víctor Tirado López begleitet. Zusammen mit Tirado und der Vize-Präsidentin Rosario Murillo erhob er die Hände und sang Lieder der Bauernmesse. Auf dem Podest nahmen außerdem der Präsident der Nationalversammlung Dr. Gustavo Porras und Anführer der Sandinistischen Jugend und der Nationalen Front der Arbeiter, die Präsidentin des Obersten Gerichts Alba Luz Ramos, der Ex-Guerillero Edén Pastora Gómez, die Vorsitzende der Einheit der Älteren Alma Sandino die Arbeitsministerin Alba Luz Torres Platz.

Tirado hatte die Sandinistische Erneuerungsbewegung heftig kritisiert, sich von ihr getrennt und mit Ortega versöhnt. An diesem Abend lud Tirado die sandinistischen Sympathisanten ein, nicht zu wanken und eine große politische und soziale Bewegung aufzubauen.

Zum Abschluss der Veranstaltung sagte die Vize-Präsidentin den Medien, dass die Regierung für den Frieden, kämpfen wird… Das Volk brauche Versöhnung, um das Land wieder aufzubauen, sein internationales Ansehen zu verbessern und Vertrauen wiederzugewinnen. Das soll mit dem Dialog erreicht werden…

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