Die Opposition stellt die Proteste nicht ein

Informe Pastrán, 2. Mai 2018

Die Opposition stellen die Proteste nicht ein. Im Gegenteil, sie steigern sie, während die Regierung und die Bischöfe der Bischofskonferenz die Einrichtung des Nationale Dialogs vorbereiten… Die Bewegung für Nicaragua kündigte an, dass sie ihre Kräfte mit den Universitätsstudenten der Bewegung "19. April, Machen wir Demokratie" und der Bauern-Antikanal-Bewegung vereinen werden, um die Proteste fortzusetzen und in der nächsten Woche zu marschieren… Sie riefen zu einem Nationalen Marsch am 9. Mai 2018 in Managua auf und fordern den Rücktritt der Regierung… Sie wollen sich in der Umgebung der Kathedrale von Managua sammeln… Sie fordern die demokratische Öffnung und eine neue Regierung. Sie wollen den Generalstreik und üben deshalb Druck auf die Unternehmer aus…
Ein paar Dutzend Personen und Universitätsstudenten, die sich "Selbstberufene" nennen, zogen mit blauweißen Fahnen von der Zentralamerikanischen Universität zum Gebäude der Nationalversammlung. Doch bevor sie die Rotunde Hugo Chávez erreichten, wurden sie von Anti-Meuterei-Einheiten der Nationalpolizei angehalten… Die Protestierer versuchten, eine Absperrung der Polizei zu überwinden, aber Vertreter der Menschenrechtskommission und der Universität "Pablo Freire" kamen an den Ort, um zu vermitteln und einen Zusammenstoß zu verhindern…

Die Jugendlichen sagten, dass sie zum Gebäude der Nationalversammlung gelangen wollen, um einen Brief an den sandinistischen Fraktionschef Edwin Castro zu überreichen, in dem die Kommission der Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Friedens, die von der Nationalversammlung gebildet wurde, abgelehnt wird. Die Protestierer harrten über eine Stunde aus, aber die Polizei rührte sich nicht von der Stelle. Die Menschenrechtsgruppen forderten Demonstrationsfreiheit, die in der Verfassung garantiert ist, und dass die Polizei dieses Recht respektiert… Die Jugendlichen gingen auf die Polizeieinheiten zu und besprühten deren Schutzhelme mit blauweißer Farbe.

Als die Bischöfe der Bischofskonferenz akzeptierten, Vermittler im Dialog zu sein, riefen sie alle Seiten zur Mäßigung und Besonnenheit auf. Die Proteste gingen am Abend an der Rotunde "Jean Paul Genie" weiter. Eine Zivilgruppe, die sich OcupaINSS nennt, rief zu einer Protestveranstaltung in der Nähe des Hospital "Cruz Azul" in der Hauptstadt auf, wo der Teenager Alvaro Conrado in einer Protestveranstaltung ums Leben gekommen war… Weitere Gruppen versammelten sich am Abend und in der Nacht an der Rotunde "Jean Paul Genie", gegenüber der UCA, und an der Rotunde "La Virgen".

Alvaro Conrado, Vater des toten Jugendlichen Alvaro Conrado erklärte gegenüber Journalisten, dass ein Vertreter der Regierung medizinische Hilfe für seine Familie angeboten hat. Dafür danke er, aber gleichzeitig fordere er Aufklärung der Umstände des Todes seines Sohnes und dass die Schuldigen gefunden werden… Conrado sagte, dass die Waffen, mit denen sein Sohn erschossen wurde, nicht zum Reglement der Polizei gehörten, sondern Kriegswaffen waren. Dieser Fakt müsse untersucht werden…

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