Im Vulkan von Masaya rumort es

Quelle: La Voz del Sandinismo

Forscher der Universität Penn State sagten an, dass der Vulkan von Masaya ein mächtiges Lavafeld zwei Meilen nördlich von seinem Krater hat. Daraus erklärt sich, warum schlagartige Eruptionen wahrgenommen wurden. Christelle Wauthier, angehende Professorin für Geowissenschaften des Instituts für kybernetische Wissenschaften der Universität, erklärte, dass diese Vorräte die Lava über unterirdische Kanäle verteilen, bis sie dann in die Vulkankrater gelangen. So ist es auch beim Vulkan von Masaya, wo der Lavasee jährlich Tausende von Touristen anzieht.

Christelle Wauthier stellte fest, dass diese Kanäle des Kolosses vor 2.500 Jahren entstanden sind. Der Vulkan hat die Eigenschaft, sehr explosiv zu sein und gewaltige Eruptionen zu verursachen. Deshalb konzentrieren sich die Forscher auf dieses Areal, weil dort und in der Umgebung viele Menschen leben. "Wir müssen verstehen, dass sich dort, wo das Vulkanareal besucht wird, die Magmalagerstätten mit ihren Verteilerkanälen befinden. Wenn das Magmapotenzial bedeutend größer wird, dann ist das ein Signal dafür, dass der Vulkan wieder aktiv wird."

Um zu diesen Schlussfolgerungen zu gelangen, werteten die Forscher Aufnahmen von sieben Satelliten aus, welche die Bewegung rund um den Vulkan von Masaya analysierten. Die Aufnahmen der Radare der Telefernerkundung legten eine Art Ausstülpung von drei Zoll Dicke nördlich des Kraters von Masaya offen. Um diese Entdeckung zu bestätigen, nutzten die Experten auch Gasmessungen im Krater.

Nach Meinung von Christelle Wauthier wird sich die Art und Weise der Untersuchungen, in denen die Vulkane beobachtet wurden, verändern. "Sie beweisen, dass wir das Areal des aktiven Wetterschachtes eines Vulkans mehr aus der Nähe beobachten müssen. Wir müssen aber auch zu den vom Krater weiter entfernten Arealen gehen, um zu ergründen, wie der Magmaprozess verläuft… Das ist ein klarer Beweis dafür, dass das Magma in großen Mengen in vom Eruptionspunkt entfernten Gebieten vorhanden sein kann."

Der Nationalpark des Vulkans von Masaya ist für das Publikum von morgens um 9:00 Uhr bis nachmittags 16:30 Uhr und danach von nachmittags 17:00 Uhr bis abends 20:00 Uhr geöffnet. Täglich besuchen 700 bis 800 Personen den Ort. Das touristische Interesse ist seit 2015 größer geworden. Das hängt mit der höheren Aktivität des Kraters und der Erweiterung des glühenden Sees zusammen.

mem/ele